Archiv für den Tag: 1. April 2015


Die sprichwörtliche „Nuit Blanche“ findet nur in der Phantasie statt. Oder sehr real als eine je einsame schlaflose Nacht zweier Menschen, die darüber nachsinnen über eine zurückliegende Entscheidung: „Was wäre gewesen, wenn …?“ Feierabend. Ein Mann steht auf der Strasse und blickt zum Fenster einer Bar auf der Strassenseite gegenüber. Im Innern der Bar sitzt eine Frau bei einem Glas Rotwein. Durch das Fenster und über die Strasse hinweg schauen die beiden sich an. – Und dann gehen sie los, alle beide: entschlossen, unbeirrbar, unaufhaltbar, aufeinander zu. Sie lassen alles hinter sich, nichts kann sie aufhalten, nichts kann sie voneinander abbringen […]

Nuit Blanche


„I’m here to get validated.“ – Ein schöner Spielfilm, der mit der Mehrdeutigkeit des englischen Begriffes „Validation“ spielt: Es gibt offenbar attraktivere Ziele im Leben als freies Parken! Eigentlich wollen sie alle nur eine Bestätigung zum kostenlosen Parken, aber der Parkplatz-Angestellte hat mehr zu bieten: Anerkennung, Wertschätzung, Bestätigung. Und er bekommt ein Lächeln dafür. Die sich ab der vierten Minute entspannende Problemlage, in dessen Verlauf der Protagonist auf ein Hindernis stösst und selbst in eine Krise gerät, sorgt einerseits für einen gewissen Realismus, andererseits verliert die Geschichte ihr Tempo und hat gewisse Längen. Doch natürlich kommt am Ende doch noch alles gut, besser, am besten! Für den […]

Validation



„Halleluja, halleluja, halleluja!“ – Die grosse Schlange frisst den Menschen, das war sehr gut und der Chor der Tiere singt einträchtig das jubelnde Lob der Schöpfung Gottes. Zur Musik von Joseph Haydns Schöpfung zeichnet der Film sehr spielerisch und humorvoll die Schöpfungserzählung aus dem 1. Buch Mose als kreativen Animationsakt nach. Mit bildsprachlichen Anklängen an Hitchcocks „Psycho“ wird die Kreation des Menschen als einschneidende Bedrohung dargestellt, doch am Ende kommt alles wieder gut – wenn auch anders als in der Bibel. Da der Film die Kenntnis der ersten biblischen Schöpfungserzählung aus dem 1. Buch Mose (Genesis 1,1–2,4) voraussetzt, wäre es […]

Die Schöpfung


Der Kurzfilm-Klassiker von Bruno Bozzetto zum Thema Lebensgestaltung: Ein Leben in Schachteln und der Traum von einem Garten. Bereits der Vorspann gibt einen Einblick in die Thematik des Films und liefert den Filmtitel gleich viersprachig. Von der Geburt bis zum Tod spielt sich das Leben in grauen Kästen ab, die Zeit rennt mehr und mehr. Der kindliche Traum von der Freude und Ruhe in einem farbenbunten verschlungenen Garten scheint nur in wenigen Momenten des Lebens als real auf und bleibt eine letztlich ungelebte Sehnsucht. Nur der Tod führt durch die letzte Schachtel schliesslich in den Garten am Ende. Im Unterricht könnte der Film […]

Una vita in scatola