Altersempfehlung: ab 16 Jahren


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„Bibibibiip, bibibibiip, bibibibiip, bibibibiip …“ – Der Film lädt dazu ein, das Bacchische hinter der bisweilen nervtötenden Routine des Alltags zu erforschen und dabei den eigenen Träumen und Sehnsüchten nach festlichem Rausch und körperlicher Erfüllung nachzugehen: Eine lebensfreundliche Ermunterung zum selbstvergessenen Festen als Ressource zum Menschsein. Ein farbenprächtiger Traum vom grossen Orchester aus Lust und Leidenschaft wird jäh unterbrochen vom nervtötenden Wecker-Gepiepse. Das verzückte Lächeln im Gesicht der träumenden jungen Frau auf dem Kopfkissen weicht einer missmutigen Miene: Alltag, Augen auf, aufstehen, Alex! Nun alles in gedeckten Tönen, sehr kultiviert und stylisch, von morgens bis abends: […]

Bacchus


#metoo – Mit einer grossartig besetzten Hauptfigur und seiner wirkungsvoll bedrängenden Kameraführung zeichnet der Film ein bedrückendes Bild von der subtilen Alltäglichkeit und Allgegenwart sexueller Belästigung, ja Gewalt gegen Frauen. Es beginnt mit dem Ton, wir sind unter Wasser, ein Hallenbad. Jemand springt hinein; eine Frau, schwarzer Badeanzug, rote Kappe, Schwimmbrille. Die Kamera und damit auch wir als Zuschauerinnen und Zuschauer kommen ihr bedrängend nah, viel zu nah, fast körperlich. Schonungslos tastet die Kamera den Körper der Frau ab, wie sie sich durch das Wasser bewegt: Hände, Schultern, Achseln, Gesicht, Brüste, Po, Beine, Füsse. – Dann unter […]

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